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Nele
Meyer

31.05.2016

Again and Again and Again

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Die Sache mit dem Bloggen, dem Fotografieren und mir mittendrin ist irgendwie kompliziert. Oder ich mache sie mir kompliziert. Unterm Strich: Ich bin einfach unzufrieden, zweifle an mir, dem Blog und der ganzen Welt. Warum kann ich nicht einfach sagen "Cool, ich find's geil wie es ist!"?! 

Kann ich einfach nicht. Ich sehe all die tollen Blogs, mit tollen Texten, tollen Bilder und wünsche mir, dass ich das wäre. Dann denke ich, ich will eigentlich was anderes, was besonderes sein, anders sein. Am liebsten würde ich einfach nur ich selbst sein. Und dann stehe ich vor diesen elendigen Menschheitsfragen: "Wer bin ich? Warum bin ich hier? Und wenn ja, wie viele?" 
Zusammenfassend: Was ist der Sinn des Lebens?
Das klingt so weit hergeholt, dass ich nicht einmal selbst nachvollziehen kann, wie man bitte von seinem Blog zur Sinn-des-Lebens-Frage kommen kann. 

Aber ich weiß einfach nicht, was ich hier mache. Ich schreibe ein bisschen persönliches Zeug, dass ich im Nachhinein irgendwie ätzend finde, ich poste ein paar Bilder, bei denen ich mich oft genug frage, ob die eigentlich toll sind. Ich will einfach was besonderes schaffen, was neues machen und einfach mal zufrieden sein, mit dem was ich tue. 

Aber im Moment bin ich so demotiviert (und krank), dass ich keine Lust mehr habe, meinen Arsch hoch zu kriegen und daran zu arbeiten. 
Immer wieder von vorne anzufangen nervt auch irgendwann ganz schön, selbst wenn ich das gern tue: Neu zu starten, eine Sache neu zu erfinden... Mich zu verändern. Aber ich würd gern mal ankommen und glücklich damit sein. 

Wenn ich aber durch meinen Blog schaue, sehe, was sich hier alles wiederfindet, bin ich irgendwie auch stolz. Und dann im nächsten Moment wieder volle Möhre unzufrieden. Dieses hin und her und nicht konkret wissen wie und was, das ist irgendwie das schlimmste. Das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer ich bin und was ich will, das ist nicht meins. 

Kommentare:

  1. Diese Zweifel an dem, was man selbst auf seinem Blog macht, kenne ich nur zu gut. Nahezu jeder Blogpost aus meinem Feedreader löste bei mir noch vor 2 Jahren Minderwertigkeitskomplexe aus. Gelöst hat sich das Problem erst, als ich die Motivation verlor und einige Monate nur sehr lieblos bloggte. Also die Motivation zurückkehrte war mir dann plötzlich der Rest der Bloggerwelt egal und ich schrieb den Blog wieder mehr für mich, um Gedanken und Erlebnisse zu konservieren.
    Ich wünsche dir also von ganzem Herzen, dass du irgendwann auch wieder zufrieden sein kannst und möglichst schnell den Sinn des Lebens für dich findest :)

    Liebe Grüße

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  2. Selbstkritisch zu sein ist doch etwas Gutes. So arbeitet man stetig an sich und versucht sich zu pefektionieren. Jeder strebt doch danach, der/ die beste Version seiner selbst zu sein, oder? Aber wir können das alles nur subjektiv sehen. Für andere ist das, was wir als nicht perfekt ansehen, vielleicht zweifellos perfekt, diese Menschen haben widerrum an anderen Dingen Zweifel.
    Was ich damit sagen möchte ist, dass deine Unzufriedenheit ganz allein bei dir und deiner Wahrnehmung liegt und andere Menschen dir vielleicht versuchen zu zeigen, dass du gar nicht unzufrieden sein musst. Zum Beipspiel durch die ganzen Leser und Klicks auf deinem Blog.
    Sei nicht so streng mit dir!

    Vanessa

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